Justizvollzugsanstalt Heinsberg:  Sport soll Anstoß geben für ein neues Leben in Freiheit

 

Sport soll Anstoß geben für ein neues Leben in Freiheit

DFB-Mobil mach Station in der JVA Heinsberg
Spezialtraining mit Verbandstrainern für die Mitglieder der DFB-Wohngruppe Spezialtraining mit Verbandstrainern für die Mitglieder der DFB-Wohngruppe auf dem Kunstrasenplatz der Justizvollzugsanstalt Heinsberg.

©  Heinsberger Zeitung vom 16. Oktober 2013

Heinsberg. Es war ein eher ungewöhnliches Fahrzeug, das da auf das Gelände zur Justizvollzugsanstalt Heinsberg fuhr. Die Tore öffneten sich diesmal nicht für die zahlreichen Firmenfahrzeuge im Hinblick auf den Erweiterungsbau, sondern für das DFB-Mobil. Zwei Verbandstrainer hatten in ihrem DFB-Mobil zahlreiche Fußbälle und sonstiges Trainingsmaterial dabei. Ein Trainingsprogramm mit den jugendlichen Insassen der DFB-Wohngruppe stand an im Rahmen des Projektes „Anstoß für ein neues Leben“ – ein Projekt der 1977 vom DFB gegründeten Sepp-Herberger-Stiftung.

Die DFB-Gruppe wurde im April 2011 ins Leben gerufen und mit dem Ziel, in der Tat einen „Anstoß für ein neues Leben“ zu geben. Neben der täglichen Arbeit in den Werk- und Ausbildungsstätten auf dem JVA-Gelände steht dabei Sport an erster Stelle. Und der Fußball wird hier in der Wohngruppe großgeschrieben, viele sportliche Aktivitäten stehen auf dem Tagesprogramm. So nehmen die Häftlinge nicht nur intensiv an den Wettbewerben zusammen mit den übrigen deutschlandweit 14 Vollzugseinrichtungen an diesem Projekt teil.

Die Namen der Fußballpaten, wie unter anderem Ex-Nationalspieler Oliver Kahn, zeigen, dass der DFB dieses Projekt sehr ernstnimmt, um den Jugendlichen eine echte Chance für ihre Zukunft zu geben. Vertreter der Sepp-Herberger-Stiftung schauen regelmäßig in der JVA Heinsberg vorbei, wie vor kurzem Ex-Nationalspieler Jens Nowotny (Bayer Leverkusen). Diesmal war das DFB-Mobil an der Reihe.

Seit 2009 sind die zahlreichen DFB-Mobile in den einzelnen Landesverbänden des deutschen Fußballbundes mit dem Ziel unterwegs, den Fußball in Schulen, Vereinen, Justizvollzugsanstalten und im Behindertensport zu fördern. Über 10000 Mal stoppte das DFB-Mobil in den Vereinen. Die Insassen der DFB-Wohngruppe wirkten beim Treffen etwas aufgeregt. Aber die Hemmschwellen waren gleich nach der persönlichen Begrüßung durch die Verbandstrainer wie weggewischt. Jeder Spieler konnte mit einem Ball trainieren. Das DFB-Mobil hatte dafür genügend Fußbälle im Gepäck. Das Arbeiten mit dem Ball sei für den deutschen Fußballbund im Nachwuchsbereich das A und O, hieß es.

Die Verbandstrainer staunten gleich bei den ersten Übungen über einige Talente. Die Trainer waren wie die Insassen selbst hoch motiviert und zogen ein intensives Training mit vielen technischen Einheiten auf. Auch die Sportübungsleiter der JVA Heinsberg schauten gespannt zu, denn hier und da konnten einige Trainingseinheiten gespeichert werden. Und die beiden Verbandstrainer gaben viele Tipps an die Jugendlichen weiter, wobei die Uhr sehr schnell tickte und die Trainingseinheiten für die Insassen viel zu schnell zu Ende gingen. Die Erfolgsgeschichte der Heinsberger DFB-Wohngruppe wie auch des DFB-Mobils geht weiter.

 

 


 

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