Justizvollzugsanstalt Heinsberg:  Aufbruchstimmung zum Start des Erweiterungsbaus

 

Aufbruchstimmung zum Start des Erweiterungsbaus

Die JVA Heinsberg erhält ein neues Gesicht. "Das wird eine riesige Baustelle". Auch 36 neue Bedienstete nehmen ihre Arbeit auf.

© Heinsberger Zeitung vom 03. Juli 2008

Heinsberg. Der Juli dürfte ein geschichtsträchtiger Monat für die Justizvollzugsanstalt Heinsberg sein. Am 1. Juli begrüßte Anstaltsleiterin Ingrid Lambertz gleich 36 neu Bedienstete (20 für Allgemeinen Vollzugsdienst, 13 für Werkdienst, drei Beschäftigte). Weit über 100 Bewerber hatten sich nach Ausschreibung für den Dienst hinter den Gefängnismauern beworben, davon wurden nun 36 begrüßt.


Gruppenfoto der neuen Kolleginnen und Kollegen Anstaltsleiterin Ingrid Lambertz und Verwaltungsdienstleiter Franz-Josef Bischofs, das Ausbildungsteam und weitere Verantwortliche der JVA sowie Personalratsvorsitzender Jörg Winkens begrüßten die neuen Kolleginnen und Kollegen.


Ingrid Lambertz teilte zudem mit, dass in diesen Tagen insgesamt 57 Justizvollzugsanwärter in der JVA Heinsberg ausgebildet werden. Die Ausbildung dauert 24 Monate. Die angehenden Bediensteten lernen verschiedene Vollzugseinrichtungen kennen. So stehen unter anderem Fremdanstalten wie Aachen und Willich auf dem Ausbildungsprogramm. Neben der Ausbildung in der heimischen JVA bildet die schulische Weiterbildung in der Justizvollzugsschule Wuppertal mit zehn Monaten die größte Ausbildungseinheit.

Das Ausbildungsteam mit Arndt Herfs, Alexandra Genten, Ralf Müller und Frank Otten weist derzeit die 36 Neuen in den Gefängnisalltag ein. Verwaltungsdienstleiter Franz Josef Bischofs zählt nun 215 Bedienstete des Allgemeinen Vollzugs- und Werkdienstes und rund 100 weitere Fachdienste. Damit ist die JVA ein starker Arbeitgeber im Kreis Heinsberg.

Aufbruchswind weht auch am Montag, 7. Juli, über das JVA-Gelände. Dann steht der Startschuss zum Erweiterungsbau (wie berichteten) mit Erhöhung der Haftplätze von derzeit 240 auf fast 580 auf dem Programm. Hinzu kommen auf einer Fläche von rund 18.000 Quadratmetern die Fertigstellung der neuen Wichernstraße und der Parkplätze für die Bediensteten. Die Baustellenaus- und –einfahrt erfolgt unter anderem von der Kempener Straße aus, die Zufahrt dient später als Einfahrt für Feuerwehr und Polizei. Dann wird sie durch eine Schranke abgesperrt. Anstaltsleiterin Ingrid Lambertz zeigte sich erfreut, dass die erste Baumaßnahme an eine Firma aus der Region vergeben wurde, auch weitere Firmen aus dem Kreis Heinsberg sollen bevorzugt werden. "Das schafft vor Ort auch neue Arbeitskräfte, wenn Firmen aus der Region beteiligt werden", sagte Lambertz.

"Es wird eine riesige Baustelle", blickte Ingrid Lambertz voraus und bat vor allem die Anwohner im Voraus um Verständnis. Nach der Fertigstellung der neuen Wichernstraße erfolgt dann die Neusetzung der Gefängnismauern. "Mit der Maueröffnung besteht für die Bevölkerung absolut keine Gefahr", versicherte Lambertz. "Die Überwachung ist durch eigenes Personal gesichert. Die Sicherheit ist garantiert."



 

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