Justizvollzugsanstalt Heinsberg:  Ausbruch der Freude nach dem NRW-Titel

 

Ausbruch der Freude nach dem NRW-Titel

Die Fußballmannschaft des Justizvollzugssportvereins (JVSV) der JVA Heinsberg hat in Essen die NRW-Landesmeisterschaft gewonnen.
Mannschaftsfoto JVSV Heinsberg Ließen ihren Kollegen keine Chance: Die Fußballer des Justizvollzugssportvereins Heinsberg wurde in Essen NRW-Landesmeister.
Quelle: Foto: asgb

© Heinsberger Zeitung vom 21.07.2016

Die Fußballmannschaft des Justizvollzugssportvereins (JVSV) der JVA Heinsberg hat in Essen die NRW-Landesmeisterschaft gewonnen.

Auf der Helmut-Rahn-Sportanlage war das Wetter wie einst beim Wunder von Bern: nass. Fünf Konkurrenten wollten den Heinsbergern den Titel wegschnappen. Das Trainerteam um Dennis von Birgelen, Andreas Kruppa sowie Betreuer und „Mentalcoach“ Benedikt Lennartz hatte die Truppe besonders motiviert. Im ersten Spiel ging es auf dem Kunstrasen gegen die Gastgeber der JVA Essen. Die Essener zählten in den letzten Jahren stets zu den stärksten NRW-Teams. Zum Glück war das Essener Team nicht im Turniermodus. Daniel Drießen traf für Heinsberg zum 1:0, und trotz heftiger Gegenwehr hielt die Heinsberger Abwehr die Null fest.

Wie einst Helmut Rahn

Im zweiten Spiel traf Heinsberg auf die JVA Düsseldorf. Diesmal traf Daniel Haletzki, das 1:0 bedeutete den zweiten Sieg. Im Spiel gegen Wuppertal-Ronsdorf ließ das JVA-Team jedoch zwei Punkte liegen. Trotz eines Treffers von Daniel Drießen hieß es am Ende 1:1, leichte Enttäuschung machte sich breit. Aber das Trainerteam baute die Mannschaft wieder auf, im Spiel gegen Remscheid lief man mit Wut im Bauch auf und fegte den Gegner regelrecht vom Platz. Heinsberg traf durch Tore von Drießen, Haletzki, Dennis von Birgelen, Andreas Kruppa, Andrew Palenga und Daniel Nowak zum halben Dutzend, machte wertvollen Boden gut und hatte den Titelgewinn vor Augen. Im Nacken hockte ihnen das Team aus Essen, das nach der Niederlage im ersten Spiel stark aufgetrumpft hatte und eine bessere Tordifferenz vorweisen konnte. Das letzte Turnierspiel brachte dann die Entscheidung. Die Ausgangslage war klar, mit einem Sieg gegen Wuppertal-Vohwinkel wäre Heinsberg der Titel sicher. Der Gegner stand tief und versuchte, die Heinsberger nicht zum Zuge kommen zu lassen. Am Spielfeldrand drückte die Essener Konkurrenz Wuppertal die Daumen, als Heinsberg nervös begann.

Der Wuppertaler Riegel schien nicht zu knacken. Doch dann half eine Standardsituation. Haletzki platzierte einen Freistoß exakt auf den Kopf von Patrick Thomanek, und dieser beförderte den Ball unhaltbar zur 1:0-Führung ins Netz. Der Gegner musste nun aufmachen, doch die Heinsberger Abwehr stand sicher.

Und dann war es Daniel Haletzki, der wie einst der „Boss“ Helmut Rahn im Berner Wankdorfstadion für die Entscheidung sorgte, diesmal war es die Entscheidung zum 2:0 und zum Gewinn der Landesmeisterschaft.

Haletzki wurde am Strafraum angespielt und zog an einigen Abwehrspielern vorbei. Dann zog er ab, der Ball landete unhaltbar im Netz – damit war alles gelaufen, und der Heinsberger Anhang stimmte sich schon mal auf die Jubelfeier ein.


 

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