Justizvollzugsanstalt Heinsberg:  JVA Heinsberg sichert sich Sepp-Herberger-Pokal

 

JVA Heinsberg sichert sich Sepp-Herberger-Pokal

Die Justizvollzugsanstalt Heinsberg gewinnt das diesjährige Turnier um den Sepp-Herberger-Pokal. In einem spannenden Finale sichert sich das Team im Elfmeterschießen mit einem 5:4 (2:2) gegen das Team JA Hameln/JVA Vechta den Titel.
Mannschaftsfoto des Siegers Glücklicher Sieger des Sepp-Herberger-Pokals: die JVA Heinsberg

© DFB-Stiftung vom 01.06.2014 von Carsten Kobow

Die Justizvollzugsanstalt Heinsberg hat das diesjährige Turnier um den Sepp-Herberger-Pokal gewonnen. In einem spannenden Finale sicherte sich das Team im Elfmeterschießen mit einem 5:4 (2:2) gegen das Team Jugendstrafanstalt Hameln/Justizvollzugsanstalt Vechta den Titel. Das Turnier um den Sepp-Herberger-Pokal ist der alljährliche sportliche Höhepunkt der Resozialisierungsinitiative "Anstoß für ein neues Leben". Als Ehrengast mit dabei war der frühere DFB-Teamchef und Fußball-Weltmeister Rudi Völler.

Zehn JVA-Teams aus sieben Bundesländern trafen sich gestern in der gastgebenden JVA Wuppertal-Ronsdorf: Insgesamt 120 Männer und Frauen im Alter zwischen 16 und 24 Jahren, die in den jeweiligen Justizvollzugs- und Jugendstrafanstalten an dem gemeinsamen Programm der Sepp-Herberger-Stiftung und der Bundesagentur für Arbeit teilnehmen und sich in den Kategorien "Fußball", "Arbeit/Beruf" und "Soziales" auf die Zeit nach ihrer Inhaftierung vorbereiten, waren bei der Veranstaltung mit dabei. Als externe Gastmannschaft nahm das Juniorinnen-Team des TSV Aufderhöhe (Solingen) teil. In den 31 spannenden Partien fielen insgesamt 172 Tore. Das Endspiel leitete ein Jugendstrafgefangener der JSA Schifferstadt, der in der rheinland-pfälzischen Haftanstalt kürzlich seine Schiedsrichter-Ausbildung erfolgreich absolviert hat.

Neben dem sportlichen Geschehen auf dem Platz kam mit Rudi Völler ein prominenter Gast zu einer Gesprächsrunde in die Haftanstalt. Völler berichtete den Jugendstrafgefangenen über seine aktive Fußballzeit, den Gewinn der Weltmeisterschaft 1990 und das verlorene WM-Finale gegen Brasilien im Juni 2002 in Yokohama. Damals betreute der heutige Sportdirektor von Bundesligist Bayer Leverkusen als Teamchef die DFB-Auswahl. Anschließend ehrte Völler zusammen mit Herbert Schenkelberg (Justizministerium Nordrhein-Westfalen) sowie Jürgen Kreyer, Vizepräsident des Fußballverbandes Niederrhein, die teilnehmenden Mannschaften mit Medaillen und Pokalen.


Engagement mit langer Tradition

Rudi Völler in einer Gesprächsrunde mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmer Zu Gast in der Haftanstalt: Rudi Völler

Bereits seit ihrer Gründung im Jahre 1977 engagiert sich die Sepp-Herberger-Stiftung des Deutschen Fußball-Bundes für den Fußballsport in Justizvollzugsanstalten. Die Einrichtung führt damit das Wirken Sepp Herbergers fort. Der legendäre Nationaltrainer besuchte bereits 1970 erstmals eine Haftanstalt und machte sich dieses Engagement anschließend zur Lebensaufgabe. Heute fokussiert die Stiftung ihr Bemühen stark auf den Jugendstrafvollzug und bemüht sich für und mit jugendlichen Straftäterinnen und Straftätern eine Perspektive für die Zeit nach der Haftentlassung zu erarbeiten.

Turnier-Teilnehmer 2014:

  • JVA Adelsheim (Baden-Württemberg)
  • JSA Berlin
  • JA Hameln / JVA Vechta (Niedersachsen)
  • JVA Heinsberg (Nordrhein-Westfalen)
  • JVA Köln (Frauen) (Nordrhein-Westfalen)
  • JA Neustrelitz (Mecklenburg-Vorpommern)
  • JSA Regis-Breitingen (Sachsen)
  • JSA Wittlich (Rheinland-Pfalz)
  • JVA Wuppertal-Ronsdorf (Nordrhein-Westfalen)
  • JVA Zweibrücken (Frauen) (Rheinland-Pfalz)
  • TSV Aufderhöhe (Frauen) (externe Gastmannschaft)


 

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