Justizvollzugsanstalt Heinsberg:  Ehrenamtliche Aufgaben

 

Ehrenamtliche Aufgaben

Die Brücke nach draußen
Gruppenfoto der ehrenamtlichen Betreuer Quelle: JVA Heinsberg

Die Aufgabe der Wiedereingliederung straffällig gewordener Menschen ist nur in gesamtgesellschaftlicher Verantwortung  zu meistern und benötigt neben dem Engagement der hauptamtlich Beschäftigten sozial engagierte Ehrenamtliche, die diese Arbeit sinnvoll ergänzen.

Die Ehrenamtliche Arbeit ist für die Inhaftierten außerordentlich wichtig, da sie eine Brücke nach draußen darstellt.

Die ehrenamtliche Betreuung ist fester Bestandteil des Erziehungs- und Behandlungsvollzuges. In der JVA Heinsberg gibt es bis zu 60 ehrenamtliche Betreuer, die überwiegend in Kontaktgruppen, aber auch in Einzelbetreuungen organisiert sind.


Einzelbetreuung

Im Rahmen von Einzelbetreuungen werden die besonderen Bedürfnisse einzelner Gefangener berücksichtigt.

Viele der Inhaftierten haben außerhalb des Strafvollzugs keine sozialen oder nur für sie „schädlichen“ Kontakte. Für sie ist es besonders wichtig, dass sie einen verlässlichen Ansprechpartner außerhalb der Anstalt haben, der ihnen zuhört, verlässlich ist und auf ihre Probleme eingeht.

So kann Ehrenamt im Rahmen von Einzelbetreuung z. B. bedeuten, dass versucht wird, gemeinsam mit dem Gefangenen ein neues Umfeld aufzubauen, in das der Gefangene nach seiner Inhaftierung entlassen werden kann.

Nicht jeder Gefangene kann oder will sich in einer Gruppe öffnen, seine persönlichen Probleme erzählen. Dies ist ihm aber eventuell in einer Einzelbetreuung möglich.

Nachhilfestunden können den jungen Gefangenen helfen, im Unterricht Anschluss zu halten oder aber im Rahmen von Sprachkursen Defizite im Bereich der deutschen Sprache aufzuarbeiten.

In Einzelfällen ist es  auch denkbar, dass sie den Inhaftierten über die Inhaftierung hinaus begleiten und ihn dabei unterstützen, in der Gesellschaft wieder Fuß zu fassen.


Gruppenarbeit

Die Teilnahme an Gesprächsgruppen bietet den Inhaftierten auf der einen Seite eine willkommene Abwechslung im Gefängnisalltag.

Es geht in diesen Gruppen aber nicht nur um Abwechslung  für die Inhaftierten, sie bieten darüber hinaus auch vielfältige Möglichkeiten z.B. für soziales Lernen, Förderung von Kommunikationsfähigkeit, Lernen Regeln und Absprachen ein zu halten, u.v.m..


Freizeitgestaltung

Auch Gesellschaftsspiele, Bastel- und Sport-, sowie musische Angebote sind möglich und für die Inhaftierten  wichtig. Eine kurze Übersicht der vorhandenen oder möglichen  Angebote und Inhalte:

  • Aufbau, Förderung und Aufrechterhaltung von Außenkontakten
  • Einzelbetreuungen
  • Vorleben von Verbindlichkeit durch kontinuierlichen Kontakt
  • Hilfe bei persönlichen Schwierigkeiten
  • Durchführung von Gesprächs- und Selbsthilfegruppen
  • Deutsch- und Fremdsprachkurse
  • Nachhilfe und außerschulische Förderung
  • Sport, Spiel- und Kreativangebote für Gefangene
  • Entlassungsvorbereitung und Nachbetreuung
  • Gitarrenkurs; Theatergruppe
  • Gesprächsangebote in der Muttersprache für Migranten
  • Kochgruppe
  • u.v.m

Zweimal jährlich treffen sich die Ehrenamtler beim Frühstück mit den zuständigen Koordinatoren und der Anstaltsleitung zu einem Erfahrungsaustausch.

Weiterhin findet ebenfalls zweimal jährlich ein „Cafe Kontakt“ statt, bei dem sich die Ehrenamtler zusammen mit ihren Betreuten und deren Familienangehörigen treffen und kennenlernen können.

Interessenten, die das 21. Lebensjahr vollendet haben, können sich für weitere Informationen an die Anstalt wenden. Da uns die Arbeit der Ehrenamtler sehr wichtig ist, wird sie von uns kontinuierlich begleitet. So gibt es einen festen Ansprechpartner bei Problemen, Sorgen, Irritationen, Anregungen aber auch für positive Rückmeldung, sowie Schulungen für ehrenamtlich Tätige, bzw. Vermittlung zu solchen.

Ansprechpartner:

Bruno Geiser
Diplom Pädagoge
Tel.:  02452 921-328
E-Mail: bruno.geiser@jva-heinsberg.nrw.de E-Mail-Adresse, öffnet Ihr Mail-Programm



 

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